Team Loco Germany wird Vize-Europameister 2026
Unter der griechischen Sonne Athens hat Team LOCO Germany bei der Ü45-Europameisterschaft 2026 eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte geschrieben. Mit Leidenschaft, Teamgeist und großer Mentalität kämpfte sich die Mannschaft durch ein hochklassig besetztes Turnier und durfte am Ende die Silbermedaille in Empfang nehmen. Der Titel des Vize-Europameisters 2026 ist der verdiente Lohn für eine Mannschaft, die sich in jedem Spiel gesteigert und einmal mehr bewiesen hat, was mit Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft möglich ist.
Souveräne Gruppenphase trotz Rückschlag
Der Weg zum Erfolg begann mit einem hart umkämpften Auftaktspiel gegen Lettland. Die Letten verlangten Team Germany mit ihrer aggressiven Verteidigung alles ab. In einer intensiven Begegnung bewahrten die Locoianer jedoch die Ruhe, trafen in den entscheidenden Momenten die richtigen Entscheidungen und sicherten sich einen wichtigen 57:50-Erfolg.
Im zweiten Gruppenspiel gegen Großbritannien entwickelte sich eine Partie auf gutem Niveau. Über weite Strecken begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Erst in den Schlussminuten setzte Team Germany mit einem beeindruckenden Lauf den entscheidenden Schlag und gewann verdient mit 67:55. Der Gruppensieg war damit praktisch bereits gesichert.
Die Freude wurde jedoch durch eine unglückliche Verletzung getrübt: Nils Longerich zog sich einen Muskelfaserriss zu und fiel für den Rest des Turniers aus. Ein schwerwiegender Verlust den die Mannschaft zunächst verkraften musste.
Trotzdem ließ sich das Team nicht aus dem Rhythmus bringen. Im abschließenden Gruppenspiel zeigten die LOCO´s eine beeindruckende Vorstellung und gewann deutlich mit 104:21. Ein Statement-Sieg, der zusätzlich Selbstvertrauen für die K.o.-Phase brachte.
Polen fordert alles im Viertelfinale
Im Viertelfinale wartete mit Polen ein Gegner, der körperlich robust auftrat und den Deutschen alles abverlangte. Es entwickelte sich ein intensives Duell mit zahlreichen Führungswechseln und hart umkämpften Szenen unter den Körben.
Doch gerade in solchen Spielen zeigte sich die große Stärke dieser Mannschaft: Zusammenhalt und eine eingespielte Einheit. Jeder Spieler übernahm Verantwortung, jeder kämpfte für den anderen. Mit großem Einsatz und unbändigem Willen setzten sich die Eversbüsche schließlich mit 71:63 durch und zog verdient ins Halbfinale ein.
Der magische Moment gegen Griechenland
Das Halbfinale gegen Griechenland wurde zum emotionalen Höhepunkt des Turniers.
Die Gastgeber galten als großer Favorit und die LOCO´s bereits dezimiert. Sie waren bis dahin ungeschlagen geblieben und hatten sogar den späteren Europameister Italien bezwungen. Kaum jemand rechnete mit einem Erfolg der Deutschen.
Doch der deutsche Meister spielte eines seiner besten Spiele der vergangenen Jahre.
Von der ersten Minute an zeigte die Mannschaft Mut, Entschlossenheit und eine überragende Defensivleistung. Jeder Ballbesitz wurde hart erarbeitet, jeder Rebound erkämpft. Die Deutschen erspielten sich früh Vorteile und hielten die Griechen konstant unter Druck.
Als die Gastgeber im Schlussviertel noch einmal verkürzten und die Halle förmlich explodierte, bewahrten die Locoianer einen kühlen Kopf. Mit großer Erfahrung, Cleverness und beeindruckender Nervenstärke brachten sie den Vorsprung ins Ziel und siegten mit 69:59.
Der Schlusspfiff löste pure Freude aus: Finale!
Ein Moment, den Spieler, Betreuer und mitgereiste Unterstützer wohl nie vergessen werden.
Ein Finale auf Augenhöhe gegen Italien
Im Endspiel wartete mit Italien ein Gegner der Spitzenklasse. Die Mannschaft verfügte über enorme Qualität, viel Erfahrung und zahlreiche ehemalige hochklassige Spieler.
Italien startete etwas besser in die Partie und entschied das erste Viertel knapp mit 16:15 für sich. Doch Team Germany ließ sich davon keineswegs beeindrucken. Im zweiten Abschnitt fanden sie ihren Rhythmus, verteidigten leidenschaftlich und spielten offensiv mutig und diszipliniert. Die Belohnung war eine verdiente Halbzeitführung.
Auch nach der Pause blieb das Spiel hochklassig und spannend. Italien erhöhte den Druck und drehte die Partie im dritten Viertel knapp zu seinen Gunsten. Doch die Locoianer blieben dran und kämpften bis zum Schluss um jeden Ball.
Im letzten Viertel entwickelte sich ein würdiger Abschluss einer großartigen Europameisterschaft. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Die LOCO´s warfen alles in die Waagschale, doch die Belastungen der vergangenen Tage machten sich bemerkbar. Mehrere Verletzungen und die dadurch verkürzte Rotation kosteten in den entscheidenden Minuten zusätzliche Kraft.
Am Ende setzte sich Italien mit 69:62 durch.
Natürlich überwog unmittelbar nach dem Schlusspfiff die Enttäuschung. Doch mit etwas Abstand bleibt vor allem der Stolz auf das Erreichte. Dieses Team hat sich gegen einige der stärksten Mannschaften Europas behauptet, Rückschläge weggesteckt und sich mit Herz, Leidenschaft und Charakter bis ins Finale gespielt.
Die Mannschaft hinter dem Erfolg
- Robin Gieseck
- Benjamin Rust
- Daniel Kehl
- Giovanni Palopoli
- Marc Eulerich
- Aras Kol
- Nils Longerich
- Tobias Wiesner
- Ernest Elezovic
- Martin Wasielewski
- Mathias Veit
- Florian Dauber
Eine Saison für die Geschichtsbücher
Die Silbermedaille von Athen bildet den vorläufigen Höhepunkt einer außergewöhnlichen Saison:
- 🥈 Vize-Weltmeister 2025
- 🏆 8. Landesliga Meisterschaft in Folge 2026
- 🏆 Deutsche Ü45-Meisterschaft 2026
- 🥈 Vize-Europameister 2026
Diese Mannschaft hat eindrucksvoll gezeigt, dass Erfolg weit mehr ist als Titel und Medaillen. Sie hat Charakter bewiesen, füreinander gekämpft und den Namen Hagen auf internationaler Bühne hervorragend vertreten.





