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Spieltag #4 – Sieg #4

Der Loco Express behält trotz Verletzungspech und Personalmangel eine weiße Weste. 83:47 Heimsieg über Schwelm!

 

Schon im Vorfeld wurden sie gerufen, ob von nah und auch von fern, mitzutun bei dem ehrenhaften Messen, eine mit guter Hasper Luft gefüllte Schweinslederkugel mit möglichst großem Geschick in einen mit Fischernetz bekränzten Ring zu werfen. Edel war ihr Ansinnen, doch klein war die Schar jener, welche dem Ruf folgten.

Umso größer die Pein jener, welche dem Wettkampfe fernbleiben mussten. Sei es der Familie vielköpfiger Anzahl, die sie am heimischen Herd hielt, sei es die Verpflichtung der wahren Profession mit der eigenen Hände Arbeit sein Auskommen zu bestreiten, seien es die schrecklich zerschlagen Glieder vorheriger Aufeinandertreffen oder die weiterhin peinigende Ferse des Achill. Der Absagen kamen so mannigfaltig, dass ihrer Aufzählung an dieser Stelle gestohlener Zeit gleichkäme.

Gleichwohl fanden sich 11 wackere Recken ein, um sich in der Wettkampfstätte an den Hügeln des Quambusches dem Gegner aus dem bergischen Schwelm zu stellen.

Doch dieses letzte Aufgebot des ruhmreichen Loco Express war nicht gewillt dem sportlichen Gegner kampflos den Triumph zu überlassen.

Und so erinnerten sie sich der Worte, die William Shakespeare seinem Helden Henry V. in den Mund legte…

Zitat: „Je klein’re Zahl, je größres Ehrenteil.
Wie Gott will! Wünsche nur nicht einen mehr!
Beim Zeus, ich habe keine Gier nach Gold,
Noch frag’ ich, wer auf meine Kosten lebt,
Mich kränkt’s nicht, wenn sie meine Kleider tragen;
Mein Sinn steht nicht auf solche äußre Dinge:
Doch wenn es Sünde ist, nach Ehre geizen,
Bin ich das schuldigste Gemüt, das lebt.
Nein, Vetter, wünsche keinen Mann von England:
Bei Gott! Ich geb‘ um meine beste Hoffnung
Nicht so viel Ehre weg, als ein Mann mehr
Mir würd’ entziehn. O wünsch’ nicht einen mehr!

 

So begann also das zähe Ringen und jene mit dem Banner Schwelms erwiesen sich als würdige Herausforderer. Verlangten sie dem siegesverwöhnten Titelverteidiger in den ersten 10 Minuten alles ab.

¼ – 17:13

Fortan besann sich das Häuflein edler Streiter auf seine Tugenden, mit Leib und Seele den eigenen Kranz vom herannahen der Kugel fernzuhalten. Doch als seien die Umstände nicht bereits widrig genug, erschien nun ein kleiner Trupp Claqueure, welche es eigentlich gut mit den Locos meinten. Doch brachten sie, zum eigenen Genuss, Speisen in Pappschachteln mit. Oh welch Duft nach italienischem Fladenbrot, gebacken mit Salami oder eingelegtem Thunfisch, bestreut mit Käse und Oregano…

Doch ihrer knurrenden Mägen und der Gegenwehr der Widersacher zum Trotz, behielten unsere Helden ihr Ziel im Auge.

2/4 – 38:27

Eine kleine Anzahl, die meisten von ihnen haben auch schon viele Sommer durchlebt, musstenun ein wildes Anstürmen der Herausforderer, allesamt in der Blüte ihrer Jugend, überstehen. Besonders jener Knut aus dem Geschlecht der Tempelmänner erwies sich als standhaft, treffsicher und mit der Fähigkeit des Leidens gesegnet.

¾ – 64:39

Der schiere Willen und die Erfahrungen aus hunderten Wettkämpfen waren es nun, die die Locos auf der Straße des Sieges nicht mehr vom Wege abkommen ließ. Der Triumph war am Ende verdient und ehrlich erfochten.

4/4 – 83:47

So endet dieses Epos, wie zumeist. Am Ende saßen unsere Helden beisammen, mit dem Trunk aus den Braukesseln Dortmunds oder Amsterdams in den geschundenen Händen. Glücklich obsiegt zu haben und in der festen Gewissheit:

Je klein’re Zahl, je größres Ehrenteil.

 

Die Recken: Fischer, Wolf 10, Kerpal 3, Tempelmann K. 23, FreitasNegueira 4, wasim. 4, Dierkes, Marscheider 13, Thomas, Tempelmann T. 11, Veit 15

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