Knapper Sieg nach schwacher erster Halbzeit

AOK Ballers Ibbenbüren – SV Haspe 70 91:92 (46:30, 84:84) n.V

Nach insgesamt 45 Minuten konnte die erste Mannschaft des SV Haspe 70 einen wichtigen Auswärtssieg in Ibbenbüren feiern und schaffte damit den erhofften positiven Einstieg in die Saison 2016/2017. Dabei deutete zunächst rein gar nichts auf diesen Spielausgang hin, denn die 70er spielten in der ersten Halbzeit offensiv viel zu langsam und versuchten ihr Glück zu oft erfolglos aus der Distanz und in der Defense ließ man die Gastgeber immer wieder widerstandslos zum Korb penetrieren. Dementsprechend lagen die Gastgeber kurz vor Ende der ersten Halbzeit mit 44:24 (19.) in Front und schienen einem lockeren Auftaktsieg entgegen zu steuern. Durch drei erfolgreiche Co-Produktionen von Michael Wasielewski (Assist) und Tresor Nsiabandoki konnten die 70er den Rückstand bis zur Pause dann noch etwas verringern und wieder für etwas Hoffnung sorgen.

Nach der Halbzeitbesprechung, in der die Fehler der ersten Halbzeit angesprochen und die Marschroute für den zweiten Spielabschnitt noch einmal erläutert wurde, zeigten sich die Hasper dann wie verwandelt. Das Tempo wurde deutlich angezogen und viel öfter versucht, den Korb zu attckieren. Zur Belohnung verkürzten die 70er den Rückstand schnell auf 51:46 (26.), aber anschließend konnten die Ibbenbürener mehrere Turnover der Gäste nutzen und sich wieder auf 59:46 (27.) absetzen. Beim Stand von 67:55 für die AOK Ballers ging es dann in den finalen Spielabschnitt. Dort gab es dann zunächst die erste Hiobsbotschaft für die 70er, als Marcus Ligons beim Stand von 70:61 in der 32. Minute mit seinem fünften persönlichen Foul das Feld verlassen musste. Doch die Hasper ließen sich nicht davon beirren: Thorben Paulsen, Tresor Nsiabandoki und der in der zweiten Halbzeit überragende Oscar Luchterhandt trugen offensiv die Verantwortung der Gäste und brachten die 70er peu a peu immer näher an die Hausherren heran. Inzwischen musste auch der Ibbenbürener US-Boy Chris Hortmann nach einem umstrittenen Foulpfiff seinen Einsatz beenden, was den Gästen sicherlich in die Karten spielte, aber bei den 70ern durfte auch Kapitän Michael Wasielewski mit Foulhöchstzahl nicht mehr mitwirken. Obwohl beide Teams nun auf Leistungsträger verzichten mussten,entwickelte sich die Partie nun zu einem wahren Krimi. Zunächst brachte Oscar Luchterhandt die 70er eine Minute vor Spielende auf 84:82 heran; danach ließen beide Mannschaften ihre Angriffe ungenutzt, ehe Felix Fuhrmann 3,8 Sekunden vor Schluss den Ausgleich besorgen konnte. Auszeit Ibenbüren und ein letzter Angriff für die Hausherren. Der Ball kam zum Power Forward der Ibbenbürener, der den Ball in die Zone brachte und 0,3 Sekunden vor Schluss abschloss. Zum Entsetzen der Gäste entschied ein Schiedsrichter auf Foul gegen die Hasper und zwei Freiwürfe für die AOK Ballers, die zur großen Erleichterung der Eversbüsche aber von den Hausherren ungenutzt blieben – VERLÄNGERUNG.

Hier erwischten die Gäste zunächst den besseren Start und zogen auf durch Punkte von Thorben Paulsen und Tresor Nsiabandoki bei einem Freiwurftreffer der Gastgeber auf 85:88 davon. Die AOK Ballers zeigten anschließend an der Freiwurflinie Nerven und konnten nur einen von vier Freiwürfen verwandeln, die 70er ihrerseits schlossen in dieser Phase des Spiels mehrmals viel zu früh und überhastet ab und konnten auf diese Weise ihr Punktekonto nicht weiter aufstocken. So ging es beim Stand von 86:88 (43.) in die letzten beiden Minuten der Partie, in der die 70er nun auch noch zusätzlich auf den starken Tresor Nsiabandoki verzichten mussten, der sich ebenfalls mit fünf persönlichen Fouls aus der Partie verabschiedete. Eine Minute lang veränderte sich dann auf dem Scoreboard rein gar nichts, ehe der Ibbenbürener Andreas Placke mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr eiskalt einen Dreier zur 89:88-Führung versenken konnte. Im Gegenzug brachte Alessandro Spitale die Hasper ca. 30 Sekunden vor Schluss wieder in Front (90:89), aber die Gastgeber trafen einen schwierigen Wurf und lagen so erneut in Führung (91:90). Nach einem schnellen Einwurf kam der Ball dann zu Oscar Luchterhandt, der überraschend viel Platz hatte und sieben Sekunden vor Ende der Verlängerung zur erneuten Führung der Gäste traf. Auszeit Ibbenbüren und wiederum ein finaler Angriff für die AOK Ballers. Die 70er entschieden sich zu verteidigen und dies taten sie so gut, dass den Gastgebern nur noch ein Wurf aus rund acht Metern gelang, der sein Ziel weit verfehlte. SIEG!!

 

SV 70: Bampoulis, Fuhrmann (2), Stockey (2), Luchterhandt (26), Tomann (8), Toptan, Wasielewski (4, 7 Assists), Spitale (6), Ligons (15), Nsiabandoki (17), Paulsen (12).

 

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Ein Kommentar

  1. Karl-Heinz Langer

    Klasse Bericht, Uli! Glückwunsch an das ganze Team zum Auftaktsieg!