Ü45 – Deutscher Meister ist nur der “LOCO-EXPRESS”!

“Viel vor” und hohe Ambitionen hatte die Ü45 vom LOCO-EXPRESS bei den deutschen Meisterschaften in Wiesloch am vergangenen Wochenende. Schon am Mittwoch der vergangenen Woche dann leider die erste Hiobsbotschaft – Balu leider raus, die Rotation und die erwarteten körperlichen Vorteile am Brett drohten ein wenig zu “schrumpfen”. 

Mit der bekannten “jetzt-erst-recht” Mentalität ging es dann am Freitag Nachmittag auf die Bahn, und das Team war heiß auf den bevorstehenden Turnier-Start.

Vorrunde:

Schon im Vorfeld war klar, dass ein guter Start ins Turnier sicherlich für einen “tiefen” Run in diesem Jahr sorgen kann. Das Team startete gegen die Lübecker Turnerschaft dabei hellwach ins Turnier und Rizzo sorgte mit zahlreichen Würfen aus der Halbdistanz von Beginn an für klare Verhältnisse. Ähnliches Bild im zweiten Spiel gegen Eggolsheim – hier war es Nils der durch gute Breaks dem Gegner schnell den Zahn ziehen konnte. Im Gruppen-Finale wartete dann mit dem TV Langen (4. Platz) ein anderes Kaliber. Eine gute Teamleistung und Seba mit zahlreichen Assists und Ballgewinnen machten jedoch schnell klar, dass der erste Tabellenplatz definitiv an den Express gehen würde. Extrem ärgerlich dann die Verletzung von Nils 30 Sekunden vor Schluss des letzten Gruppenspiels, welche die kurze Rotation  ab dem Viertelfinale nochmals stark einschränken sollte. 

 

Viertelfinale: LOCO-EXPRESS – BG Köln 37:26 (17:13, 20:13)

Das wohl spielerisch beste Spiel folgte dann gegen einen gut besetzten und unbequemen Gegner aus Köln. Nach ausgeglichenen Beginn übernahm Storch (16 Punkte) fortan das Kommando. Hinten mit unzähligen Rebounds und vorne mit gut heraus gespielten Punkten blieb das Spiel bis zur Halbzeit dennoch knapp. Ein “Run” mit zwei Dreiern kurz nach der Halbzeitpause war dann jedoch die Initial-Zündung für einen letztlich doch noch klaren Sieg. 

 

Halbfinale: BC Darmstadt – LOCO-EXPRESS 30:38 (21:12, 17:18)

Am frühen Sonntag Morgen dann das Halbfinale gegen “junge” aber recht kleingewachsene Rookies aus Darmstadt. Bis zur Halbzeit hatte der EXPRESS durch den MVP alles locker im Griff, dann kam jedoch ein leichter Bruch ins Angriffsspiel. Der Darmstädter Cikes traf nun gefühlt jeden Wurf und plötzlich war der Gegner bis auf drei Punkte ran, bei noch zwei Minuten Rest-Spielzeit. Mit 6 von 8 Freiwürfen machte Seba den Sack dann aber doch noch zu – Silber war damit auf jeden Fall schon einmal gesichert!

 

FINALE: DBV Charlottenburg – LOCO-EXPRESS 37:38 (9:12, 4:8, 18:10, 6:8)

Gefühlt stand nun auch das Spiel “David” gegen “Goliath” im Finale auf dem Programm. Zwölf heiße Charlottenburger “Riesen” gegen eine dezimierte, müde – aber dennoch besser gekleidete – Truppe aus dem Hagener Westen. Der Start ins Spiel glückte und vor allem durch acht Punkte vom MVP stand eine drei Punkte Führung nach dem ersten Viertel auf der Anzeigetafel (12:9). Charlottenburg erzielte im zweiten Viertel dann nur magere vier Punkte und bei einem 20:13 Halbzeitstand war ebenfalls klar, dass hier noch “Schwerst-Arbeit” in der zweiten Halbzeit zu erwarten war. Der amtierende “Deutsche Meister” aus Berlin kam mit Wut und viel Druck aus der Kabine. Vier erfolgreiche Dreier flogen in diesem Viertel in die Reuse, aber wiederum war es der MVP der mit 6 Punkten dagegen hielt (30:31).

Im letzten Viertel dann kurz vor Schluss der große Show-Down: Charlottenburg trifft nur 2 von 3 Freiwürfen nach Foul beim Dreier zum Ausgleich bei acht Sekunden Restspielzeit. Rizzo zieht zum Korb und wird 1,8 Sekunden vor Schluß gefoult. Erster Freiwurf drin, plus 1, zweiter an den Ring – Spiel aus, Rizzo mit 15 Punkten, Deutscher Meister, Jubel und Gesänge! 

Deutscher Meister 2022 in Wiesloch: Oliver Appel, Kai Friedrich, Peter Kerpal, Bernd Kruel, Patrick Langer, Robin Lemke, Nils Longerich, Sebastian Mlynarski, Kai Schulze, Michael Stecken, Mark Vater

Coach: Arno Rissmann / Peter Kerpal

MVP: Kai “Rizzo” Friedrich

 FAZIT: Alle Spieler haben in Wiesloch ihren Beitrag geleistet und sich auch auf dem Scoring Board verewigen können. Das Team-Gefüge und der Zusammenhalt waren letztlich – spätestens nach dem Ausfall von Nils – entscheidend für diesen gemeinsamen Erfolg. Rizzo in MVP-Form, Seba mit den Fäden in der Hand und Storch als Ruhepol und Stabilisator waren dennoch entscheidend, dass sich der (etwas kleine) Roland-Geggus-Pokal mindestens für ein Jahr im Hagener Westen befinden wird.

Ein Dank auch an die LOCO-Ladies die vor Ort und virtuell im Live-Stream das Team bedingungslos unterstützten. Die erste Mission Gold ist erledigt – eine “Zweite” folgt ggf. in zwei Wochen in Berlin beim Turnier der Ü40!

 

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